Archiv für April 2009

Aufruf(e) zur antifaschistischen Demonstration am 8. Mai in Köln

Antifaschistische Demonstration
08.05.2009 | 19.00 Uhr | Köln Hauptbahnhof

(Aufruf vom Antifa AK Köln [PDF])

Im folgenden der Aufruf von antifaschistischen und kommunistischen Gruppen aus NRW:

Die Konsequenzen ziehen: Deutschland auflösen!
Aufruf zur antifaschistischen Demonstration am 8. Mai 2009 in Köln

Am 8. Mai 1945 wurde die Gesamtkapitulation Deutschlands besiegelt. Mit ihr endete der 2. Weltkrieg und die deutsche Barbarei, die über 60 Millionen Menschen das Leben kostete. In ihrem völkischen und antisemitischen Wahn versuchten die Deutschen alle Menschen zu vernichten, die ihnen als „Volksschädlinge“ erschienen. Es waren Juden und Jüdinnen, KommunistInnen, Homosexuelle, Sinti und Roma und viele andere Menschen, denen das Konzept der deutschen Volksgemeinschaft keinen Platz ließ. Resultierend aus einem antisemitischen und falschen Kapitalismusverständnis, das jüdisch-identifizierte Menschen zu den Drahtziehern des Kapitalismus erklärte, wurden Juden und Jüdinnen ab 1933 verstärkt und kontinuierlich aus dem öffentlichen Leben ausgeschlossen. Einige Jahre später brannten die NS-begeisterten Deutschen Synagogen nieder und plünderten jüdische Geschäfte. Es wurden Konzentrations- und Vernichtungslager errichtet, in die verhaftete Juden und Jüdinnen deportiert worden sind. Über sechs Millionen fanden dort in Gaskammern, durch Arbeit oder Krankheit ihren Tod. Selbst als die militärische Zerschlagung Nazideutschlands kurz bevor stand, lief die Vernichtung auf Hochtouren. So wurden noch zahlreiche KZ-Häftlinge auf so genannten „Todesmärschen“ durch die Kälte getrieben – vielen starben. All dies zeigt, wie die Deutschen, von einem eleminatorischen Antisemitismus getriebenen, darauf aus waren, jedes jüdische Leben zu vernichten.
(mehr…)

Rheinland: gemeinsame Aktion gegen „AN’s“

Mit einer gemeinsamen Aktion haben antifaschistische Gruppen aus NRW und dem nördlichen Rheinland-Pfalz auf die zunehmenden Aktivitäten sogenannter „Autonomer Nationalisten“ in der Region aufmerksam gemacht.
Am Wochenende vom 17. und 18. April haben antifaschistische AktivistInnen an verschiedenen Orten in Nordrhein-Westfalen und dem nördlichen Rheinland-Pfalz mit einer gemeinsamen Aktion ein Zeichen gegen die zunehmenden Aktivitäten sogenannter „Autonomer Nationalisten“ (AN) gesetzt. In Erftstadt-Liblar, Erftstadt-Gymnich, Frechen-Königsdorf , Pulheim (alle Rhein-Erft-Kreis), Eitdorf (Rhein-Sieg-Kreis), Dortmund, Köln, Koblenz, Bonn, Sinzig (Kreis Ahrweiler), Aachen, Olpe, im Westerwald (Hachenburg, Altenkirchen, Hof, Westerburg, Selters, Montabaur), Andernach, Leverkusen-Opladen und Leverkusen-Schlebusch brachten AntifaschistInnen Transparente an Brücken und Gebäuden an. Mit Slogans wie „Autonome Nationalisten stoppen!“ wollen wir deutlich machen, dass die ANs künftig mit deutlich mehr Gegenwehr zu rechnen haben. Die Versuche der Neonazi-Schlägerbanden, in einigen Orten eine Vormachtstellung durch gewalttätige Übergriffe zu erlangen, werden nicht länger hingenommen.
(mehr…)

„Autonome Nationalisten“ in Erftstadt!

In Erftstadt sind nicht nur die glatzköpfigen Neonazis der „Gruppe Erft“ damit beschäftigt, ihre Hasspropaganda zu verbreiten und deren Forderungen in die Tat umzusetzen.
Vor ca. zwei Wochen fiel das liblarer Einkaufszentrum, wie auch umliegende Straßen, erstmals den Stickerkommandos der rechtsextremistischen „Aktionsgruppe Rheinland“ zum Opfer. Dies ist in sofern beachtlich, als dass die im Jahre 2007 gegründete AG-Rheinland dem Spektrum der „Autonomen Nationalisten“ zuzurechnen ist und es sich zum Ziel gemacht hat, die rechtsextremen Strukturen in der Region zu verbessern und die Zusammenarbeit verschiedenster Nazigruppen zu fördern. Anders als die „Gruppe Erft“, welche sich an Strukturen und Auftreten altbackener Kameradschaften orientiert, setzen „AN’s“ vor allem auf junge Menschen und bieten Rechtsextremismus in einer aufregenden Art und Weise an, die Jugendliche eher anspricht.
Welch Geistes Kind die AG-Rheinland ist, zeigt sich u.a. in einem von ihnen veröffentlichten Artikel auf der Naziwebsite www.widerstand.info. Dort ruft die AG Rheinland u.a. dazu auf, dem inhaftierten dortmunder Neonazi Sven Kahlin zu schreiben und ihm unterstützende Worte zu senden. Kahlin hatte im Jahre 2004 einen Punker erstochen, bloß weil dieser seinen rassistischen Parolen widersprochen hatte.

Nazisticker sind nicht schön, glücklicherweise aber zeitlich. Wer der Verwitterung zuvor kommen möchte – was moralisch absolut richtig ist – schafft dies leicht mit Wasser und Spachtel, notfalls auch nur mit Fingernägeln. Erkennbar sind die Sticker an Internetaddressen wie www.widerstand.info oder www.ag-rheinland.net. Do it yourself!

Neonazis in Erftstadt

Ein Gespenst geht um in Erftstadt – das Gespenst der ewig Gestrigen, der RassistInnen und NationalsozialistInnen. Bis jetzt wartet man vergebens darauf, dass alle Mächte der Stadt Erftstadt sich zu einer Geisterjagd gegen dieses verbünden: der Bürgermeister und die Politik, Parteien und Vereine, Radikale und deutsche PolizistInnen.
(mehr…)