Archiv für Mai 2009

Jüdisches Denkmal zertrümmert

Das jüdische Denkmal in Hellenthal-Blumenthal, das im November 2008 enthüllt worden war, ist in der Nacht vom 29. auf den 30. Mai 2009 zertrümmert worden. Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und schaltete den Staatsschutz ein.

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13.06.: antifaschistisches Solikonzert in Brühl

Am 13.06.09 findet im Brühler Jugendzentrum das Soli Konzert für die antifaschische Infoveranstaltung / das open air Konzert in der Eifel statt.

Alle weiteren Infos unter: myspace.com/sounds_of_subculture & myspace.com/solibruehl
Also: hingegangen, abgefeiert, antifaschistische Arbeit supportet!

Dortmund: brutaler Überfall – vermutlich von Neonazis

Aufruf zur antifaschistischen Spontandemonstration „Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände“ am 23.05.2009 in Dortmund!

Am Sonntagmorgen, gegen 1 Uhr früh, griffen etwa zehn dunkel gekleidete Personen einen 40jährigen Mann an und schlugen so heftig auf ihn ein, dass die Ärzte im Krankenhaus von akuter Lebensgefahr sprechen. Das Opfer liegt weiterhin im künstlichen Koma. Die Polizeipresse spricht in diesem Zusammenhang von einem „versuchte[n] Tötungsdelikt“. Die Staatsanwaltschaft hüllt sich bisher weitgehend in Schweigen und will zu dem Vorfall keine konkreteren Angaben machen. Die Täter konnten vorerst flüchten, sind aber bekannt und stehen unter massivem Druck, sich der Polizei zu stellen. Laut Presseberichten hätten sich die Angreifer den Mann „gezielt ausgesucht“: Auf im Internet veröffentlichten Bildern ist das Opfer mit einem antifaschistischen T-Shirt zu sehen, welches er auch in der Nacht des Überfalls getragen haben soll.

Egal was die offiziellen Ermittlungen letztlich ergeben: Es ist in Dortmund nicht unwahrscheinlich Opfer neonazistischer Gewalt zu werden. Dass die Stadt ein großes Naziproblem hat, zeigt sich nicht nur an dem jährlich stattfindenen bundesweiten Naziaufmarsch zum „Antikriegstag“ in Dortmund. Denn nicht vergessen werden dürfen die Internet-„Outings“ zumeist jugendlicher Linker, tätliche Angriffe auf AntifaschistInnen, attackierte Wahlkreisbüros von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und DIE LINKE, Anschläge auf das HippiH-Haus, die Zone 10 und das Taranta Babu, sowie die vier von Neonazis begangenen Morde in Dortmund. Diese sprechen eine deutliche Sprache und sind Beweis genug für die hiesige Nazibedrohung.

Deshalb haben wir allen Grund unseren Protest auf die Straße zu tragen. Nach dem brutalen Naziangriff auf die DGB-Kundgebung am 1. Mai, jetzt noch ein versuchter Mord auf Grund des Tragens eines T-Shirts mit antifaschistischem Slogan. Es reicht!

Kein Vergessen den Opfern neonazistischer Gewalt!
Gegen Neonazis und Dortmunder Zustände!
Keine Homezone für Nazis!

Deshalb kommt zur antifaschistischen Spontan-Demonstration:
23.05.2009 (Samstag) / 13 Uhr / Dortmund / Hauptbahnhof (Vorplatz)

Quelle und Näheres: Antifaschistischen Union Dortmund.

Schülerin ließ nicht locker

Die Liste mit Brühler Ehrenbürgern wurde hinsichtlich Hitlers und Hindenburgs überarbeitet. Das hat die Gymnasiastin Theresa Klümpers bewirkt.

In der Ratssitzung vom 24. Februar 2009 wurde dem „Kriegsverbrecher Adolf Hitler“ offiziell die Ehrenbürgerschaft der Stadt Brühl entzogen. Dieser Akt ist einer Initiative Theresa Klümpers, Schülerin der Jahrgangsstufe 11 des St.-Ursula-Gymnasiums in Brühl, zu verdanken. Eine Ausstellung mit Dokumenten vom ersten Schreiben Klümpers an Bürgermeister Michael Kreuzberg über Protokolle aus einer Stadtverordnetenversammlung aus dem Jahre 1933 bis hin zur Ratssitzung im Februar hat der Geschichtslehrer Martin Möllmann zusammengestellt.
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Mit Antisemiten gegen Rassisten?

Am 09.05. stand der zweite „Antiislamisierungskongress“ der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro NRW“ an. Im Vorjahr war der erste Versuch eine solche Veranstaltung in Köln durchzuführen durch groß angelegte Proteste und Blockaden verhindert worden. In diesem Jahr wurde dazu aufgerufen den Kongress zu besuchen und von innen heraus zu stören. Leider war die Polizei nicht gewillt kritischen Menschen den Zugang zum Veranstaltungsort zu ermöglichen und verwehrte damit vielen Menschen ihr grundgesetzlich garantiertes Demonstrationsrecht auszuüben. Durch dieses Verhalten gelangen nur wenige AntirassistInnen auf den Barmer Platz und zeigten durch Sitzblockaden und Störaktionen ihre Ablehnung.

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