Archiv für August 2009

Kommunalwahlergebnisse der extremen Rechten im Rhein-Erft-Kreis

Die erforderlichen Unterschriften für die Reserveliste konnten hingegen erfolgreich beigebracht werden, was uns nach der Wahl zumindest einen Sitz im Kreistag verschaffen dürfte.
NPD Rhein-Erft, 23.07.2009

Gewählt worden ist die NPD von 894 Menschen im Rhein-Erft-Kreis, was 0,45 % entspricht. Für einen Einzug in den Kreistag reichte das nicht. Trotzdem ist es mehr als beunruhigend, dass annähernd 900 Menschen im Rhein-Erft-Kreis nationalsozialistisch wählten. Ein Grund für die verhältnissmäßig wenigen Stimmen dürfte sein, dass die NPD in nur 15 von 33 Landkreisen gewählt werden konnte. Auch trat pro NRW diese Wahl erstmalig an, die ein teilweise identisches Zielpublikum wie die NPD anspricht. Das von NPD Kandidat Axel Reitz auserkorene Ziel pro NRW zu übertrumpfen wurde verfehlt.

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Demobericht und Redebeitrag!

Um auf das Erstarken der Nazistrukturen im Rhein-Erft-Kreis, speziell in Erftstadt, aufmerksam zu machen, demonstrierten vergangenen Samstag ca. 80 Antifaschist_innen unter dem Motto „Keine Homezone für Nazis“, um den Nazis Contra zu geben und dem gesellschaftlichen Schweigen ein Ende zu bereiten. Zeitgleich fand in der Innenstadt ein Infostand der NPD statt, bei dem ca. 20 NPD‘ler und andere Nazis – u.a. Axel Reitz und Paul Breuer – anwesend waren. …weiterlesen bei Indymedia!.

Redebeitrag der Antifa Erftstadt:

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KStA-Artikel zur Demo

Protest gegen Rechte

von Michael Kasiske, 23.08.09, 14:20h

Eine Demonstration der „Antifa Erftstadt“ wurde von einem großen Polizeiaufgebot begleitet. Die 60 jungen Leute demonstrierten wegen der starken Präsenz rechtsextremer Parteien in Liblar. Es kam zu einer Festnahme.

Erftstadt-Liblar – Rund 60 junge Menschen aus der Region versammelten sich am Samstagnachmittag am Bahnhof in Liblar zu einer Demonstration. „Wir demonstrieren hier, weil es ein Naziproblem gibt“, sagt die 19-jährige Luca Plette von der Gruppe „Antifa Erftstadt“, die die Demonstration angemeldet hatte. Viele Aufkleber und Plakate rechter Gruppen gebe es in Erftstadt, und eine rechtsextreme Partei verteile Flyer im Einkaufszentrum.

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NPD Stand im EKZ

Heute, am 22.August 2009 haben einige Parteien ihre Wahlkampfstände zur den kommenden Kommunalwahlen im EKZ Erftstadt Liblar.
Auch dabei ein Stand von der NPD.

Also seid vorsichtig!

Updates zur Antifademo in Erftstadt; Gegenaktion von Nazis?

Am kommenden Samstag findet in Erftstadt eine Demonstration gegen das Erstärken von Nazistrukturen im Kölner Umland statt. Uns vorliegenden Informationen zu Folge planen Erftstädter und Kölner Nazis Gegenaktionen zur Antifademo in Erftstadt. Es ist sicherlich denkbar, dass die Nazis aus dem Umland diese Gelegenheit nutzen, um Präsenz zu zeigen. Bereits vergangenen Montag verteilten sie im Rahmen des Hess-Gedenkens Flyer in der Kölner Innenstadt und beobachteten Antifaschist_innen, die sich am Hauptbahnhof aufhielten.
Letzte Infos zur Demo und einer Infoveranstaltung am Freitag Abend findet ihr hier.
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Ignorieren oder Gegendemonstrieren?

Beim Umgang mit Neonazis gibt es grundsätzlich zwei unterschiedliche Herangehensweisen. Die einen wollen Nazis ignorieren, um ihnen keine Beachtung und damit keine gesellschaftliche Relevanz zukommen zu lassen. Die anderen gehen offensiv heran, suchen mitunter die Konfrontation und bringen ihre Meinung z.B. durch eigene Flyer und der Teilnahme an Anti-Nazi-Demonstrationen zum Ausdruck.
Einige Gründe, wieso wir denken, dass es sinnvoller ist, offensiv Nazis zu bekämpfen, könnt ihr hier nachlesen.
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Infoveranstaltung!

Einen Tag vor der Demo wird es noch eine Infoveranstaltung geben!

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Erftstadt; 22. August, 14 Uhr

Keine Homezone für Nazis!

Aufruf zur antifaschistischen Demonstration in Erftstadt

Seit etwa einem Jahr macht sich das Auftreten von Neonazis in Erftstadt massiv bemerkbar. Nachdem sogenannte „Autonome Nationalisten“ im Rhein-Erft-Kreis, wie zum Beispiel in Pulheim und Brühl, für Schlagzeilen sorgten, etabliert sich nun auch in Erftstadt eine wachsende Neonaziszene. Dieser möchten wir mit unserer Demonstration entschlossen entgegentreten und ein öffentliches Bewusstsein für die Problematik schaffen!


What’s going on?

Zunächst waren es Aufkleber mit neonazistischem Inhalt, sowie rassistische und antisemitische Schmierereien, die vor etwa einem Jahr im Stadtgebiet von Erftstadt auftauchten. Anfang 2009 gründete sich dann, als Ableger der „Kameradschaft Köln“, die sogenannte „Gruppe Erft“, deren Mitglieder überwiegend in Erftstadt wohnhaft sind. Dies stellt einen ersten Organisationsversuch der Erftstädter Nazis dar. Als Gruppe erkennbar traten sie erstmals im März 2009 auf einer Demonstration in Heinsberg-Randerath in Erscheinung und sind seitdem fester Bestandteil von Neonazidemonstrationen und Veranstaltungen im Umland. Für ihre vermeintlichen Feindbilder stellen sie mittlerweile eine ernsthafte Gefahr dar, was sie bereits mehrfach unter Beweis stellten.
Führende Köpfe der „Gruppe Erft“ sind Patric Zura aus Kerpen, sowie die beiden Erftstädter Marco Schneider und Sascha Wildenburg. Die beiden Letztgenannten kandidieren ebenso für die NPD im Rhein-Erft-Kreis. Dieser Kreisverband wurde Anfang 2008 unter Leitung von Ingo Haller, dem Vorsitzenden der NPD Düren, gegründet. Selbst der Parteichef der NPD, Udo Voigt, besuchte den Rhein-Erft-Kreis im März 2008 anlässlich einer Saalveranstaltung in Erftstadt-Friesheim, bei der er als Gastredner fungierte.
Zudem ist zu beobachten, dass die Erftstädter Neonazis in regem Kontakt zu den „Freien Kräften Köln“ stehen, welche ehemals als „Kameradschaft Köln“ aufgetreten sind. So sind die beiden vorbestraften Führungskader der Kölner Naziszene, Paul Breuer und Axel Reitz, hauptverantwortlich für den personellen, sowie den ideologischen Auf- und Ausbau der neonazistischen Strukturen im Kölner Umland.
Während die Aktivitäten der Erftstädter Neonazis stetig zunehmen, wird das Nazi-Problem in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.


What about the social context?

Neonazis stellen -unabhängig von Tracht und Aktionsform- eine ständige und enorme Gefahr für Menschen dar, welche sie als „Nichtdeutsche“ oder „Volksfeinde“ erkannt haben wollen. In Regionen und Städten, in denen Neonazis starke Strukturen besitzen, haben Migrant_innen, Juden und Jüdinnen, Homosexuelle, und Linke unter dem Terror neonazistischer Banden stets um ihr körperliches Wohlergehen zu fürchten.
Neonazis sind jedoch nicht als bloße Randerscheinungen zu betrachten, sondern als Teil dieser Gesellschaft. Denn rassistische und antisemitische Ressentiments und Denkmuster finden sich auch in der Mitte der deutschen Bevölkerung wieder. Neonazis greifen in ihrer Agitation bereits vorhandene gesellschaftliche Ausgrenzungsmechanismen auf und radikalisieren diese. Als Antifaschist_innen möchten wir deshalb mit unserer Kritik nicht nur bei Neonazis ansetzten, sondern auch bei den Verhältnissen, die Ideologien wie Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus erst ermöglichen und immer wieder aufs Neue reproduzieren.


What can we do?

Auch, wenn Erftstadt selbstverständlich nicht mit der Situation in Städten wie der Neonazihochburg Dortmund, Aachen oder der Situation in Ostdeutschland gleichgesetzt werden kann, halten wir es für notwendig, dem Aufbau und Erstarken von Nazistrukturen so früh wie möglich entgegenzuwirken.
Vor allem in Kleinstädten oder dörflichen Gegenden werden offensichtliche Probleme mit Neonazis oft verschwiegen oder kleingeredet, so auch in Erftstadt. Um den Nazis Contra zu geben und dem Schweigen ein entschiedenes und lautes Ende zu setzen, rufen wir zur antifaschistischen Demonstration in Erftstadt auf!

Keine Homezone für Nazis!

Weder in Erftstadt – noch sonstwo!

22. August // 14.00 Uhr // Bahnhof Erftstadt