Archiv für Januar 2010

Antifaschistische Kungebung zum Gedenken der Opfer des Holocausts

Die antifayouth.essen ruft auf:

Antifaschistische Kundgebung | 27.01.10 | 17:00 | Essen |Porschekanzel (vor der Marktkirche)

Wir rufen auf zur antifaschistischen Kundgebung
zum Gedenken an die Opfer des Holocausts.

Am 27.01.10 jährt sich zum 65. Mal die Befreiung Auschwitz durch die rote Armee. Nun reden viele in Deutschland davon, dass dies ja schon lange her sei und somit „nicht mehr wichtig“.
Der CDU-Politiker Martin Hohmann hielt am 3. Oktober 2003 im deutschen Bundestag eine Rede, die davon handelte, den Deutschen müsse endlich verziehen werden, Reparaturzahlungen eingestellt und im Gegenzug deutsche Opfer des zweiten Weltkriegs entschädigt werden. Auch könnten die Juden, so Hohmann wörtlich, „zu recht als Tätervolk bezeichnet werden“. Im Bundestag hatte Hohmann bereits zuvor mit Kritik an Homosexuellen und dem Holocaust-Gedenken auf sich aufmerksam gemacht. Aber natürlich distanziert dieser sich von Neonazis und der extremen Rechten. Durch solche relativierende Aussagen wird in Deutschland abgelenkt von den Gräueltaten der Nazis und ein Bild beschworen vom armen Deutschen, der ja auch unter dem Nationalsozialismus gelitten hätte. Neonazis nutzen Veranstaltungen wie Denkmalpflege und Gedenken an deutsche Opfer, um ihre menschenverachtende Ideologie gesellschaftsfähig zu machen, oft sind aber auch Parallelen zwischen der rechtsextremen und der bürgerlichen Erinnerungskultur zu erkennen. Dies gilt es zu bekämpfen!

Deutsche Täter sind keine Opfer!
Kein Vergeben, kein Vergessen!

Infoveranstaltungen zum Naziaufmarsch in Dresden [ergänzt!]

Am 13. Februar 2010 findet in Dresden abermals der größte Naziaufmarsch Europas statt. Bereits im letzten Jahr demonstrierten ca. 6.000 Nazis anlässlich der Bombadierung Dresdens im Zuge des Zweiten Weltkrieges. Darunter auch die „Freien Kräfte Köln“ und die „Gruppe Erft“. In geschichtsrevisionistischer Manier stilisieren die Nazis zu diesem Anlass die Deutschen zu Opfern des allierten „Bombenholocaust“. Zeitgleich trauert auch die dresdner Zivilgesellschaft um die toten Deutschen. Grund genug für antifaschistische Intervention.

Deßhalb wird es in Köln zwei drei antifaschistische Veranstaltungen zum Naziaufmarsch in Dresden und dessen politischer Dimension geben.
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Stellungnahme zum Naziouting in Liblar

Hohe Wellen schlägt derzeit eine Outingaktion gegen den Nationalsozialisten Sebastian Ziesemann aus Erftstadt-Liblar. Dieser war, laut Indymedia, in der Nacht zum 5. Januar mittels Flugblätter in Briefkästen und an Straßenlaternen bildlich illustriert als Nazi seiner Nachbarschaft vorgestellt worden. Im Internet bekennen sich „AntifaschistInnen aus Köln“ hierzu und verweisen auf eine ähnliche Aktion, bei welcher kürzlich der „Freie Kräfte Köln“-Funktionär René Emmerich seiner Nachbarschaft unfreiwillig vorstellig wurde.
Von verschiedensten Seiten zeigten sich bereits Reaktionen. Uns liegen aufschlussreiche Statements von Bürgern und Nazis vor. Uns halbwegs positiv gesonnene Bürger_innen hoffen wenigstens, dass nicht wir hinter dieser „extremistischen“ Aktion stecken. Manch andere_r Bürger_in offenbart dabei nur allzudeutlich, dass nicht die Nazis, sondern Linke- also „die Antifa“ das eigentliche Problem sind. Einig sind sie sich jedoch darin, dass die Aktion als solche abzulehnen sei.
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