Archiv für Februar 2010

Jugendantifa Erftstadt gegründet!

In Erftstadt haben sich kürzlich Schülerinnen und Schüler zur „Jugendantifa Erftstadt“ zusammengeschlossen. Die Genoss_innen möchten die Zunahme von Naziaktivitäten „nicht weiter unkommentiert hinnehmen und den antifaschistischen Widerstand in und um Erftstadt unterstüzen“. Zudem fordern sie von der Gesellschaft „Courage im Alltag zu zeigen und gegen Diskriminierungen vorzugehen“.

„Es ist schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die sich den Umtrieben von Nazis entgegen stellen.“, betont Antifasprecherin Luca Plette. „Wir wünschen euch viel Erfolg! Lasst euch nicht einschüchtern und unterkriegen!“

Antifa Teheran-Aktionen in Köln

Antifa Teheran

Am 8. März 2010 findet ein Aktionstag der Kampagne „Antifa Teheran“ statt. Mehr Informationen und ein Aufruf finden sich dazu auf der Website der Antifa Teheran.

Im Rahmen der Kampagne wird es zudem mehrere Veranstaltungen in Köln geben.

I) Vorführung des Films „Persepolis“ von Marjane Satrapi am 26.02.2010 in der LC 36:

Marjane Satrapis preisgekrönter Comic erzählt die Kindheits – und Jugendgeschichte der Autorin im Iran und im europäischen Exil. In der Tradition des autobiografischen Comics, dessen wohl berühmtester Vertreter Art Spiegelmanns „Maus“ ist, bietet die Geschichte auf einer sehr persöhnlichen Ebene eine Vorstellung von der Geschichte des Irans und der Lebensrealität in der islamistischen Diktatur. Karl Marx und Iron Maiden kommen auch vor.

Die Gruppe shutdown! wird vor dem Film noch in einem kurzen Referat den Kontext des Films erläutern sowie das Publikum bekochen.

Wann?
19.00 Uhr Essen
20.00 Uhr Filmvorführung
Wo?
LC 36
Ludolph Camphausen Str. 36 // Köln
DB: Bhf West // Ubahn: Li. 3, 4 und 5

II) Infoveranstaltung „Der Kampf der Frauen im Iran“ am 07.03.2010 im Naturfreundehaus Kalk.

Infoveranstaltung / Film / Diskussion
Mit Inputreferaten von Shirin Perder und Mojdeh Noorzad.
Film „Die Befreiungsbewegung der iranischen Frauen im Jahre Null“ Frankreich/Iran 1979, 12min.

Die Frauenunterdrückung ist eine zentrale Säule des islamistischen Regimes der “Islamischen Republik Iran“. Hijab und Tschador (Kopftuchpflicht und die Erlaubnis, nur bestimmte Farben in der Öffentlichkeit zu tragen) sind politische Mittel, mit denen nicht nur die Frauen drangsaliert werden. Jeder Mann ist verantwortlich für die „Ehre“ „seiner“ Frauen, kontrolliert sie und wird dabei selbst kontrolliert.
Dagegen und gegen die vielen anderen Verbote und Regeln, mit denen die Frauen im Iran eingeschränkt und drangsaliert werden, leisten sie bereits seit deren Einführung während der islamischen Revolution 1979 Widerstand. Den Kampf der Frauen gegen ihre Unterdrückung hat das Terrorregime der Islamisten zwar einige Jahre nieder gehalten, aber nie tot gekriegt. Seit den 90ern ist die feministische Bewegung im Iran eine der größten sozialen Bewegungen.
Anlässlich des bundesweiten Aktionstags zur Solidarität mit den iranischen Feministinnen am Weltfrauentag möchten wir über die Situation der Frauen im Iran und ihren Widerstand informieren und diskutieren.
Es gibt Kaffee, Tee und Kuchen. Spenden sind willkommen.

Wann?
17.00 Uhr
Wo?
Naturfreundehaus Kalk
Kapellenstraße 9a
51103 Köln-Kalk
U-Bahn Kalk Kapelle, Linien 1 und 9

III) Kundgebung: „Keine deutschen Geschäfte mit der iranischen Diktatur: „Deutz AG“ raus aus dem Iran!“ am 08.03.201 @ Kalker Hauptstraße/Ecke Hollweghstr. (Nähe Kalk Kapelle)

Abschlusskundgebung des Aktionstags in Köln

Die BRD ist einer der wichtigsten Handelspartner der iranischen Diktatur. Etwa zwei Drittel der Industrie der Islamischen Republik „stützen sich auf Maschinen und Anlagen deutschen Ursprungs“, konstatierte im Februar 2006 der Präsident der „Deutsch-iranischen Industrie- und Handelskammer“. Eine dieser Firmen ist die „Deutz AG“. Sie liefert nach eigenen Angaben „Dieselmotoren von 4 bis 440 KW“. Nun ist es nicht nur interessant, wofür diese Motoren im Iran eingesetzt werden. Aufträge und Geschäfte dieser Art werden im Iran nicht mit Privatleuten, sondern mit der pasdaran-eigenen Unternehmensgruppe „Ghorb“ getätigt. Es ist davon auszugehen, dass jedes größere Geschäft im industriellen Bereich direkt mit einer Regime-firma abgewickelt wird. Es muss als nicht gleich Waffentechnik sein: in einem Land, in dem die Paramilitärs die führende Wirtschaftsmacht sind, gibt es keinen „neutralen“ oder „harmlosen“ Handel mit Industriegütern.
Wenn das deutsche Kapital einer der wichtigsten Handelspartner der sexistischen Diktatur im Iran ist, dann gilt unser Kampf dem deutschen Kapital und unsere Solidarität den für Freiheit und Gleichberechtigung kämpfenden iranischen Frauen.

Gegen religiösen Fundamentalismus, Sexismus und Homophobie – Nieder mit der islamischen Republik Iran!

Wann?
18.00 Uhr
Wo?
Kalker Hauptstraße/Ecke Hollweghstr. (Nähe Kalk Kapelle)

Liblarer Neonazi an Ausschreitung in Dresden beteiligt

Dresden/Erftstadt. 13. Februar 2010 am Mittag. In der Hechtstraße in der Dresdner Neustadt sammeln sich – je nach Meldung – zwischen 150 und 500 Nazis. Bewaffnet mit Knüppeln, Stangen und Steinen treffen sie auf ca. 100 Antifaschist_innen. Es kommt zu einer unübersichtlichen Auseinandersetzung an der auch ein Liblarer Nazi beteiligt ist. Mehrere Dutzend Menschen werden dabei verletzt. (mehr…)

„AG Courage“ am VGE gegründet [ergänzt!]

Erftstadt-Liblar. Laut einer Pressemitteilung hat sich am Liblarer „Ville Gymnasium“ eine AG gegründet, die sich für Zivilcourage und gegen Rechtsextremismus engagiert. In einer ersten Aktion der „AG Courage“ seien ca. 80 Sticker der „Freien Kräfte Köln“ und 15 Plakate entfernt worden, die für einen Naziaufmarsch am 1. Mai in Berlin warben.
(mehr…)

Flugblätter und Briefe gegen „pro NRW“ im Rhein-Erft-Kreis

Hinweis: Die Bilder lassen sich durch Anklicken vergrößern!

Bergheim. Die Kreisstadt gilt als Zentrum der extrem rechten Partei „pro NRW“ im Rhein-Erft-Kreis. Grund genug für die „Antifa Erftstadt“ Flugblätter gegen die rassistische Partei zu verteilen und die Lokalpolitik dazu aufzufordern Rassismus auch in Parlamenten nicht salonfähig zu machen.

Bei der Kommunalwahl erhielt „pro NRW“ in Bergheim 1.824 von kreisweit insgesamt 5.159 Zweitstimmen. Drei Abgeordneten der rechten Bürgerbewegung gelang der Einzug in den Stadtrat. Zweien der Einzug in den Kreistag.
Bergheim ist gemessen an den Einwohner_innenzahlen mit rund 62.000 Einwohner_innen knapp hinter Kerpen die bevölkerungsreichste Stadt im Kreis. Außer Bergheim gehören noch neun andere Städte und Gemeinden zum Rhein-Erft-Kreis. Auf diese verteilen sich die restlichen rund 3.300 Zweitstimmen für „pro NRW“.
(mehr…)

NPD-Sexualstraftäter Dominique Oster und die NPD im Rhein-Erft-Kreis

Bonn/Siegburg/Rhein-Erft-Kreis. Der ehemalige NPD Kreistagesabgeordnete im Rhein-Sieg-Kreis, Dominique Oster (Bild), der zugleich auch für das „Bündnis für Deutschland“ aktiv war befindet sich in Untersuchungshaft. Ihm wird vorgeworfen die anfangs vierjährige Tochter seiner Lebensgefährtin über einen Zeitraum von etwa zwei Jahren sechsmal sexuell missbraucht zu haben. Desweiteren wird ihm vorgeworfen eine 15-Jährige zwischen Januar 2007 und April 2008 immer wieder belästigt zu haben. Auf seinem Computer wurden zudem Kinderpornos sichergestellt. Oster hat den Missbrauch inzwischen gestanden und um eine psychatrische Begutachtung gebeten. (Ausführliche Artikel hier und hier.)
(mehr…)