AG Rheinland-Ableger: „Nationale Sozialisten Erftstadt“

Erftstadt/Rheinland. Wie schon im November 2009 auf der Seite der „Aktionsgruppe-Rheinland“, einem Zusammenschluss überwiegend „Autonomer Nationalisten“, zu lesen war wird seit dem auch Kontakt zu einer Gruppe in Erftstadt ermöglicht. Heute veröffentlichten die „Nationale[n] Sozialisten Erftstadt (NSE)“ einen ersten Artikel indem sie Bezug auf Nazisprühereien in Erftstadt nehmen.
So schreiben sie in ihrem Artikel: „Auch in Erftstadt fallen einem im Stadtbild immer öfter Schriftzüge und Aufkleber auf, die auf den bald stattfindenden Trauermarsch in Stolberg aufmerksam machen. Die, uns unbekannten, Aktivisten brachten unter anderem an mehreren Wänden die Adresse ‚www.Trauermarsch-Stolberg.info‘ an, auf der für den Trauermarsch am 03. April und den Fackelmarsch am Abend zuvor geworben wird.“

Sichtbar trat die AG-Rheinland schon im April 2009 in Erftstadt in Erscheinung. Damals wurden großflächig Aufkleber im Stadtbild verklebt. Seitdem kommt es immer wieder zum Verkleben von Sticker und jüngst auch zu Sprayereien – nicht nur in Liblar, sondern auch in Lechenich und Bließheim. Im April beteiligten sich Antifaschist_innen aus Erftstadt deshalb an einer Aktion gegen „Autonome Nationalisten“.

Neben den Aktivisten in Pulheim stellen die Erftstädter damit die zweite Kontaktmöglichkeit zum AG-Rheinland-Spektrum im Rhein-Erft-Kreis dar. Ebenfalls über die „AG-Rheinland“ zu erreichen sind Personen in Aachen, Bergisch Gladbach, Burscheid, Düren, Düsseldorf, Köln, Leverkusen/Leichlingen, Mettmann und Solingen. Der Ableger in Erftstadt steht somit in einer Reihe mit Großstädten (Aachen, Köln, Düsseldorf) und bekannten Nazihochburgen (Aachen, Düren) im Rheinland.

„Unser Kampf geht weiter, bis dieses System untergeht und das wahre Deutschland endlich aufersteht!“ schreibt die AG-Rheinland auf ihrer Internetpräsenz. Was damit gemeint ist verdeutlichte Michael Klarmann bereits in seinem Artikel zum Wiederauftreten der AG Rheinland nach einer längeren Pause:

Die AGR hatte im August 2007 eine Mischung aus Gründungserklärung und Werbetext publiziert, der erklärt, welche Staatsform mit der Umschreibung „wahre[s] Deutschland“ gemeint ist: „Für uns heißt der Leitspruch klipp und klar: Revolution statt Reform! Kein Frieden mit den Feinden Deutschlands! Heute, über 60 Jahre nach dem Sturz der letzten rechtmäßigen Regierung und der damit verbundenen Niederschlagung des deutschen Reiches, beginnen sich wieder Jugendliche zusammenzuschließen und gemeinsam für ein Deutschland zu kämpfen, welches an die besseren Zeiten anknüpft […].

Nur ein neues System mit einer wiederauferstehenden Volksgemeinschaft kann Perspektiven schaffen! Darum: Werde aktiv! Unterstütze auch Du den nationalistischen und sozialistischen Freiheitskampf!“ Kurz darauf wurde die strafrechtlich relevante Passage („60 Jahre nach dem Sturz der letzten rechtmäßigen Regierung“) indes abgeändert und es hieß sodann nur noch: „Heute, nach vielen Jahren von Fremdherrschaft und Besatzung, beginnen sich wieder Jugendliche zusammenzuschließen und gemeinsam für ein Deutschland zu streben, welches an die besseren Zeiten anknüpft […].“

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