Gedenken an die Opfer von Oslo und Utøya

In Gedenken an die Opfer von Oslo und Utøya haben wir am Montag eine temporäre Gedenkstätte im Liblarer Einkaufszentrum errichtet. Menschen hatten hier die Möglichkeit der Opfer zu gedenken und sich auf Flyern über den ideologischen Hintergrund der Tat zu informieren. Für uns stellt dies die zweite Aktion im Rahmen der Kampagne „…bis die Scheiße aufhört! Den rechten Konsens brechen!“ dar.

Wir rufen aus aktuellem Anlass auch dazu auf an der von AKKU (Antifaschistische Koordination Köln & Umland) organisierten Kundgebung „Dem Rechten Terror seinen ideologischen Nährboden entziehen!“ am Freitag, 29. Juli um 18 Uhr vor dem Büro von “Pro Köln” (Markmannsgasse – Heumarkt) teilzunehmen!

Mehr Infos zu unserer Aktion können der Pressemitteilung [PDF] und unserem Flyer [PDF] entnommen werden.

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6 Antworten auf “Gedenken an die Opfer von Oslo und Utøya”


  1. 1 leaf 29. Juli 2011 um 12:10 Uhr

    mal abgesehen davon, dass ich so trauerrituale wie kerzen anzünden, was ja schon eher so einen kirchlichen touch hat, schwierig finde, habe ich eine frage: warum redet ihr in eurem flyer ständig von „fremdenfeindlichkeit“? der begriff impliziert ja, das es etwas „fremdes“ an menschen geben würde oder das betsimmte menschen eben „fremd“ seien. und wer oder was sind die „fremden“, die feindschaft erfahren? dieses „fremde“ muss ja erst immer konstruiert werden, das ist ja nichts natürliches. von daher ist der begriff nicht sehr glücklich gewählt.

  2. 2 antifaaktionerftstadt 01. August 2011 um 13:53 Uhr

    Da stimmen wir Dir prinzipiell zu. Nach der Argumentation könntest Du aber auch den Begriff des Rassismus nicht mehr verwenden, da auch hier eine künstliche Abgrenzung (auf Grund von „Rassen“ – die es wissenschaftlich betrachtet nicht gibt – oder auf Grund von „Kultur“ gezogen wird).

    Wenn Dir ein passenderer Begriff einfällt lass es uns doch bitte wissen!

  3. 3 leaf 02. August 2011 um 13:46 Uhr

    naja, wenn ihr sagt, dass beide begriffe schlecht sind, wieso habt ihr euch dann grade für „fremdenfeindlichkeit“ entschieden?

    klar könnte man gegen den begriff „rassismus“ so argumentieren wie ihr, allerdings ist es ja nunmal so, das der_die rassist_in die menschen in rassen einkategorisiert. ich würde aber behaupten, dass der begriff „fremdenfeindlichkeit“ viel mehr suggeriert, es gäbe tatsächlich das „fremde“, als das „rassismus“ impliziert, es gäbe rassen. zumal „rassismus“ ein wesentlich wissenschaftlicherer begriff für den sachverhalt ist, als „fremdenfeindlichkeit“. ich finde, das „fremdenfeindlichkeit“ sogar verhamlosend ist. es wird halt lediglich nur von einer feindlichkeit oder auch „angst“ (vgl. xenophobie) vor dem „fremden“ gesprochen, die je nach kontext sogar nachvollziebar sei, oder nur „übertrieben“. die die differenzierung zwischen „fremd“ und „nicht fremd“ (vulgo:deutsch) bleibt bestehen, nur die feindschaft ist dann schlecht. die menschenverachtende ideologie die jedoch überhaupt dahinter steht, wird meiner meinung nach mit „rassismus“ um einiges klarer bennant.

  4. 4 leaf 02. August 2011 um 13:48 Uhr

    ergänzung: „fremdenfeindlichkeit“ ist ja nun auch ein ausdruck, der eher in mainstream-medien oder bürgerlichen diskursen zu finden ist, und auch meines wissens auch daher seinen urspung hat.

  5. 5 Vorschlag 03. August 2011 um 18:24 Uhr

    wie wär’s mit „gruppenbezogene menschenfeindlichkeit“?

  6. 6 antifaaktionerftstadt 08. August 2011 um 18:19 Uhr

    Wir haben uns für den Begriff entschieden, weil er – wie Du auch sagst – so ein Gefühl der „Angst“ impliziert. Genau dieses Gefühl greifen Rechtspopulist*innen ja auf indem sie Ängste für „Überfremdung“ und „Islamisierung“ schüren und verstärken. Darum erscheint uns der Begriff als am passendsten.
    Unserem Sprachempfinden nach ist der Begriff nicht relativierend oder verharmlosend.
    Wir sehen aber ein, dass die Verwendung des Begriffs anders verstanden werden kann als von uns gemeint. Künftig werden wir ihn deshalb wahrscheinlich nicht mehr nutzen.

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