Archiv der Kategorie '07 Nahostkonflikt'

7. Mai: gegen Rassismus und Antisemitismus!

Am 7. Mai gibt es wieder die Möglichkeit Antifaschismus praktisch werden zu lassen. Ob Rechtspopulist_innensause am Rhein oder Palästina-Konferenz in Wuppertal. Beides wird nicht ungestört über die Bühne gehen!

Köln: Pro Köln stoppen!
Abermals wollen „pro Köln“ ihren Rassismus öffentlich artikulieren. Dagegen gibt es zahlreiche Möglichkeiten Protest zu zeigen.

Übersicht über angemeldete Veranstaltungen | Bündnisseite gegen pro Köln

An dieser Stelle sei auf unsere zwei Flugblätter über pro Köln/pro NRW verwiesen:
„gegen pro NRW‘ und den alltäglichen Rassismus!“ (Januar 10) [PDF] sowie „Wölfe, aber keine Neonazis im Schafspelz“ (Mai 10) [PDF].

Wuppertal: antisemitische Konferenz stoppen!
Unter dem Motto „Die Generation der Rückkehr kennt ihren Weg“ wird in Wuppertal eine Palästina-Konferenz stattfinden, bei der palästinensische Feinde Israels, Hamas-Aktivisten und Unterstützer des islamistischen Terrorismus über ein Ende des jüdischen Staates diskutieren.

Bündniswebsite gegen die Konferenz

Verwiesen sei auch hier auf unser Flugblatt zur Reichspogromnacht 2008 [PDF], sowie unsere Blogeinträge zum Nahostkonflikt.

Aufsatz: islamischer Antisemitismus

„Ich erkläre einen heiligen Krieg, meine Brüder im Islam! Tötet die Juden! Tötet sie alle!“
(Mohammed Amin al-Husseini)

Wird nach Ursachen für den Nahostkonflikt gefragt, sind diese scheinbar schnell gefunden. Die jüdischen Siedler hätten den Palästinenser_innen das Land weggenommen, sie vertrieben und Israel weigere sich einen palästinensischen Staat zu akzeptieren. Schnell sind so Rechtfertigungen oder mindestens Erklärungen für die Selbstmordattentate und die Raketenangriffe auf Israel gefunden. Der mörderische Terror sei ein von „verzweifelten und chancenlosen“ Palästinenser_innen begangener Akt, der enden würde sobald Israel endlich einen palästinensischen Staat akzeptieren und dessen Einwohner_innen „menschlich“ behandeln würde.

Ungeachtet historischer Verzerrung von Tatsachen wird außer Acht gelassen, wie sich der Antisemitismus auch in der muslimischen Welt ab den 1920′er Jahren zusehends entwickelte und radikalisierte – auch unter dem Einfluss von Nazideutschland.
Dies war nicht immer so. Historisch gesehen waren Juden unter muslimischer Herrschaft durchweg besser gestellt als Juden in westlichen Staaten. Als „Volk des Buches“ genossen sie als „Dhimmis“ (Schutzbefohlene) relative Freiheiten, die sie theoretisch vor Verfolgung und allzugroßer Diskriminierung schützte, wobei die Praxis hier stark von den jeweiligen muslimischen Machthabern abhing. Primäres Anliegen dieses Textes ist es, die Entwicklung des islamischen Antisemitismus und dessen gesamtgesellschaftliche Auswirkungen im 20. Jahrhundert zu skizzieren. Selbstverständlich ist nicht jeder Muslim oder jede Muslima Antisemit_in. Hier müsste sehr viel ausdifferenziert werden, was an dieser Stelle aber weder möglich noch Anspruch des Aufsatzes ist.
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Fairplay für Israel – für Wahrheit und Solidarität

Zentralkundgebung und Demonstration der Synagogengemeinde Köln
am Sonntag, 13. Juni 2010, 14 Uhr, Roncalliplatz Köln

Sehr geehrte Damen und Herren,
Liebe Freunde Israels,
In den letzten Tagen wurden wir Zeuge einer weltweiten Welle von anti-israelischen und antisemitischen Hetzkampagnen, die die höchsten internationalen Instanzen erreichte, wie beispielsweise den UN-Sicherheitsrat. Israel, welches in Ausübung seines legitimen Rechts auf Selbstverteidigung seine Bürger vor Terror und Gewalt zu schützen versucht, wird von Medien und Politikern an den Pranger gestellt und systematisch delegitimiert. Sein Recht als jüdische Nation innerhalb der Staatengemeinschaft zu existieren wird durch Tatsachenverfälschung und Doppelmoral in Frage gestellt.
Die Vorfälle des 31. Mai vor der Küste Gazas sind tragisch. Jedes Opfer ist ein Opfer zuviel. Tragisch ist aber auch, dass in Folge dessen, eine Vorverurteilung Israels durch Verzerrung der Umstände und Umkehr von Ursache und Wirkung stattfindet, die als Alibi für verbale und physische Übergriffe auf Israelis und Juden dient. Realität ist, dass Israel mit terroristischen Machthabern im Gaza konfroniert ist, die tagtäglich die israelische Bevölkerung mit Raketen angreift, seine Soldaten entführt und die Zerstörung des jüdischen Staates anstrebt. Israels Wunsch nach Frieden und Sicherheit wird durch Terrororganisationen wie Hamas und Hisbollah und Terrorregimes, wie dem im Iran, zunichte gemacht.
Hier und Jetzt ist die Zeit gekommen zu sagen: „Israel, wir stehen an deiner Seite! Israel, du bist nicht allein!“
Diese Aussage wollen wir in die Tat umsetzen bei unserer Solidaritätskundgebung am Sonntag, 13. Juni 2010, 14 Uhr auf dem Roncalliplatz in Köln (vor dem Dom) mit anschließendem Demonstrationszug durch die Innenstadt.
Alle Politiker, die für einen fairen und auf Fakten-basierenden Umgang mit Israel eintreten, mögen sich uns anschliessen und ihre Stimme mit uns erheben!

Lasst uns ein Zeichen unserer Verbundenheit mit der einzigen Demokratie im Nahen Osten setzen! Lasst uns Deutschlands Solidarität mit dem Staate Israel bezeugen! Lasst uns Demokratie, Toleranz und Menschenrechte verteidigen – Verteidigen wir Israel! (mehr…)

Filmvorführung: „Warum Israel“

“Warum Israel” (Originaltitel: Pourquoi Israël) ist ein Dokumentarfilm des französischen jüdischen Regisseurs Claude Lanzmann aus dem Jahr 1973.
Dabei nimmt das fehlende Fragezeichen im Titel es schon vorweg, “Warum Israel” ist keine Frage sondern eine Antwort. Eine Antwort darauf, was es heißt, in dem jüdischen Staat zu leben, der als Konsequenz aus der Shoah gegründet worden ist und auch heute noch Juden und Jüdinnen einen wirksamen Schutz vor dem global exestierenden Antisemitismus zu bieten versucht. Mit filmischen Mitteln sowie Interviews mit verschiedenen Bürger_innen Israels wird so die Notwendigkeit Israels begründet.

Dem Film vorangestellt ist ein kurzer Vortrag der Gruppe shutdown!, welcher einige Erläuterungen zum Film darlegen wird. Im Anschluss der Vorführung wird es dann noch Raum für Diskussionen geben.

Freitag | 11. Juni 2010 | 18.00 Uhr

Autonomes Zentrum Köln | Wiersbergerstraße 44 | Ubahn: Linie 1 u. 9 bis Kalk Kapelle

Veranstaltet von der Gruppe shutdown!

Alerta Antifa Teheran! II

Erftstadt-Liblar. In der Nähe des Bahnhofes an einer Brücke über dem Eingang zur Ville, ziert das Konterfei von Marjane Satrapi ein Transparent. „Nieder mit der sexistischen Diktatur im Iran! Schluss mit allen deutschen Irangeschäften!“ steht daneben geschrieben. Vor etwa anderthalb Wochen kündigte ein freiheitsliebender Mensch am bundesweiten Iran-Soli Aktionstag weitere Aktionen in Erftstadt an.

Deutschland ist durch seine wirtschaftlichen Beziehungen zum Iran am ökonomischen Überleben des diktatorischen und islamistischen Regimes maßgeblich beteiligt. Siehe Dossier von Matthias Küntzel: Who is who im Iran Business.
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Café Communiste, 17. Juli 2009: „It’s the Jews, stupid!“ (Köln)

Das Café Communiste ist ein einmal im Monat stattfindes Café, organisiert von der Gruppe Shutdown Köln. Hier soll die Möglichkeite gegeben werden, bei netter Atmosphäre neue Leute kennenzulernen, zu diskutieren und sich interessante Vorträge anzuhören. Für (veganes) Essen und Getränke ist gesorgt. Veranstaltet wird das Café Communiste in der LC 36 in Köln. (Ludolf-Camphausen-Str. 36, Bhf West/Hans-Böckler-Platz)

It’s the Jews, stupid!

Die „Israelkritik“ als neuer Antisemitismus

Vortrag von Alex Feuerherdt, freier Autor (Bonn)

Einer Umfrage zufolge meinen 51,2 Prozent der Deutschen: „Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“ Gar 68,3 Prozent sind der Meinung, Israel führe „einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser“. Gleichzeitig vertritt eine Mehrheit die Ansicht, man könne in Deutschland keine Kritik am jüdischen Staat üben, ohne sogleich von der „Antisemitismuskeule“ getroffen zu werden. Wer diese Keule schwingt, bleibt zumeist unausgesprochen, aber die Gerüchteküche weiß bestens Bescheid und serviert auch 64 Jahre nach Auschwitz die immergleichen Verdächtigen: den Zentralrat der Juden, den Mossad, die „zionistisch kontrollierten Medien“. Sicherheitshalber verstecken sich die „Israelkritiker“ deshalb hinter jüdischen Kronzeugen, denn die können schließlich keine Antisemiten sein. Oder doch? Warum „Israelkritik“ nichts anderes ist als eine moderne Variante des Judenhasses, welche psychohygienischen Funktionen die antiisraelischen Ressentiments haben und wieso jede Diskussion mit Antisemiten dem Versuch ähnelt, einem Tier das Sprechen beizubringen, darum soll es in diesem Vortrag gehen.

Mit Antisemiten gegen Rassisten?

Am 09.05. stand der zweite „Antiislamisierungskongress“ der rechtspopulistischen Bürgerbewegung „Pro NRW“ an. Im Vorjahr war der erste Versuch eine solche Veranstaltung in Köln durchzuführen durch groß angelegte Proteste und Blockaden verhindert worden. In diesem Jahr wurde dazu aufgerufen den Kongress zu besuchen und von innen heraus zu stören. Leider war die Polizei nicht gewillt kritischen Menschen den Zugang zum Veranstaltungsort zu ermöglichen und verwehrte damit vielen Menschen ihr grundgesetzlich garantiertes Demonstrationsrecht auszuüben. Durch dieses Verhalten gelangen nur wenige AntirassistInnen auf den Barmer Platz und zeigten durch Sitzblockaden und Störaktionen ihre Ablehnung.

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Veranstaltung: Durban 2 – Antirassismus als Dämonisierung Israels

mit Nasrin Amirsedghi (Publizistin) und Alex Feuerherdt (Journalist)

16. Februar 2009 | Montag | 19 Uhr

Universität zu Köln | Hauptgebäude | Hörsaal V
Albertus-Magnus-Platz | Linie 9 Haltestelle Universität | Buslinien 136 & 146 Haltestelle Wiso-Fakultät

Große Teile der Welt, mit einem deutlichen Schwerpunkt in Europa und der arabischen Welt, erlebten infolge des Gaza-Krieges zwischem Israel und der islamistischen Hamas im Januar 2009 die größten antisemitischen Demonstrationen seit dem Ende des Nationalsozialismus. Auch in Deutschland liessen Tausende weitesgehend ohne Widerspruch ihrem rasenden Antisemitismus freien Lauf. Parolen welche die antisemitischen Mörderbanden Hamas und Hisbollah feierten oder gleich direkt den Tod der Juden forderten, waren keine Seltenheit. Übergriffe auf jüdische Einrichtungen erfolgten in zahlreichen Ländern. Israel und in der antisemitischen Denkweise die Juden im Gesamten standen wieder einmal am Pranger.

Dieses Schauspiel könnte sich bald wiederholen, wenn im April die Vereinten Nationen in Genf ihre „Durban Review Conference“ durchführen. Doch tobt dann nicht nur der antisemitische Hass auf den Strassen, sondern auch auf höchster Regierungsebene. Vor knapp sieben Jahren fand im südafrikanischen Durban die „UN-Weltkonferenz gegen Rassismus“ statt. Das erklärte Ziel der Veranstaltung war die öffentliche Anerkennung von Sklaverei und Kolonialismus als Verbrechen; doch dann mutierte sie zu einem regelrechten Tribunal gegen Israel und dessen Existenzrecht, sowie zu einer Verteidigung unfreier Staaten und Diktaturen.

Israel wurde offiziell als rassistischer Staat gebrandmarkt, der Zionismus als Spielart des Rassismus bezeichnet. Der französische Romancier und Essayist Pascal Bruckner hält in einem Aufruf zum Boykott der erneuten Durban Konferenz völlig zutreffend fest: „Der Antirassismus ist in der Uno zur Ideologie der totalitären Bewegungen geworden, die ihn für ihre Zwecke benutzen“. Wie diese immer stärker werdende Deutung des Antirassismus – die nicht nur als Deckmantel des Antisemitismus dient, sondern auch jegliche universalistische Emanzipationsbestrebung in postkolonialer, kulturalistischer Weise als rassistisch diffamiert – zur Richtlinie der UNO werden konnte, werden Nasrin Amirsedghi und Alex Feuerherdt erläutern. Ebenso was von der „Durban 2″ Konferenz zu erwarten ist, welche Rolle das Regime im Iran dabei spielt und warum die Konferenz den Zielen einer Säkularisierung und der universalistischen Verteidigung der Menschenrechte gegen einen vermeintlichen Kulturpluralismus, der auf die Verteidigung der islamischen Scharia gegen die Freiheit des Individuums hinausläuft, diametral entgegenläuft. Nach Meinung der beiden MitiniatorInnen ist eine erneute Dämonisierung Israels zu befürchten, der von den Despoten verfochtene Antirassismus diene dazu, genau die Dinge zu rechtfertigen, gegen die er ursprünglich formuliert wurde, die Unterdrückung, die Vorurteile, die Ungleichheit.

16. Februar 2009 | Montag | 19 Uhr
Universität zu Köln | Hauptgebäude | Hörsaal V

Eine Veranstaltung von MAD Köln & der Fachschaft Philosophie

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MAD Köln
mad-koeln.de

Bochum, 24.01. // Gegen jeden Antizionismus – Solidarität mit Israel!

Hoch – schon zu hoch – ist die Toleranzgrenze Israels gegenüber dem permanenten Raketenbeschuss der Hamas gewesen. Seit dem 27. Dezember vergangenen Jahres ist dies passé, als souveräner Staat konnte Israel auf einen Gegenschlag nicht mehr verzichten. Gegen die zu erwartende Kritik insbesondere aus Europa und dem arabischen Raum, nach der Israel den Vernichtungskrieg gegen seine Bürger scheinbar mit stoischer Gelassenheit hinnehmen soll, musste die Operation Gegossenes Blei begonnen werden. Was bleibt anderes noch übrig, wenn die Hamas vereinbarte Waffenruhen missachtet und an einem erneuten Versuch temporärer Friedensschaffung nicht einmal mehr pro forma Interesse zeigt.

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Rotes Tuch – blauer Stern

Ist das Zeigen einer israelischen Flagge eine Provokation gegenüber Muslimen? Für einige Polizisten schon – sie sammelten die weiß-blauen Fahnen bei einer Friedensdemonstration ein. VON ULRICH GUTMAIR

Früher entschieden die Behörden nach ganz exakten Kriterienkatalogen, wer wann einen Davidstern zu tragen habe. Heute schreitet die Polizei ein, wenn jemand zum falschen Zeitpunkt einen solchen in der Öffentlichkeit zur Schau stellt. Letzten Samstag in Duisburg etwa stürmten behelmte Beamte eine Wohnung, um eine israelische Flagge aus dem Fenster zu nehmen, die von den Bewohnern dort aufgehängt worden war. Man habe Deeskalation betreiben wollen, hieß es seitens der Staatsgewalt später. Denn die Fahne hatte Demonstranten, die vor dem Haus vorbeizogen, zum Rufen von Hassparolen und dem Werfen von Schneebällen und anderen Gegenständen angestachelt.
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